Feldversuch eHighway Schleswig-Holstein

Streckennutzung

Feldversuch auf der A1

Der Feldversuch eHighway Schleswig-Holstein wird auf der sechsspurigen Bundesautobahn A1 zwischen der Anschlussstelle Reinfeld und dem Kreuz Lübeck durchgeführt.

Die A1 zwischen Lübeck und Hamburg ist eine der meistbefahrenen LKW-Verkehrsachsen in Schleswig-Holstein. Die ungefähr 70 Kilometer lange Strecke ist die wichtigste Verbindung vom Verkehrsknotenpunkt Hamburg zum Hafen Lübeck als Transithafen für Warentransporte nach Skandinavien, Russland und in das Baltikum. Auf der Autobahn sind täglich durchschnittlich mehr als 8.000 LKW unterwegs.

Auf einem Abschnitt von ungefähr sechs Kilometern Länge wird auf der A1 zwischen Reinfeld und dem Autobahnkreuz Lübeck das Oberleitungssystem für den eHighway errichtet.

Bauzeit und Einschränkungen des Verkehrs

Die Ausschreibung für den Bau des Oberleitungssystems mit einer Gesamtlänge von bis zu zwölf Kilometern (sechs Kilometer in jeder Fahrtrichtung) wurde im Sommer 2017 begonnen. Der geplante Baubeginn ist im Frühjahr 2018, und die Teststrecke soll Ende 2018 in Betrieb genommen werden.

Schwerpunkte des Baus bilden die Errichtung von Masten und ergänzenden Fahrzeugrückhaltesystemen (Leitplanken), das Aufstellen der Unterwerke für die Stromversorgung und das Verlegen zusätzlicher Kabel und das Spannen der Oberleitung. Es wird darauf geachtet, dass Verkehrsschilder sichtbar bleiben, wenn nötig müssen diese versetzt werden.

Die Bauarbeiten finden hauptsächlich von der Standspur aus statt, sodass nur geringe Verkehrsbehinderungen zu erwarten sind. Da die A1 an der Stelle der geplanten Teststrecke in jeder Fahrtrichtung dreispurig verläuft, sollte auch die kurzzeitige Sperrung des rechten Fahrstreifens für die Installation der Fahrdrähte nur zu geringfügigen Einschränkungen des fließenden Verkehrs führen.

Ist die Oberleitung fertiggestellt und der Betrieb des eHighways gestartet, kann der Straßenverkehr normal weitergehen. Auch PKW und LKW, die nicht mit dem Strom aus der Oberleitung fahren, können dann den rechten Fahrstreifen wieder wie gewohnt und ohne Einschränkungen nutzen.

Praxisbetrieb

Die Spedition Bode GmbH & Co. KG gehört zu den führenden Speditionen im Land und unterstützt den FESH Pilotversuch. Der gewählte Streckenabschnitt zwischen Lübeck und Reinfeld ist einer ihrer Hauptverkehrswege. LKW der Spedition Bode sind hier regelmäßig zwischen dem Hafen Lübeck und dem firmeneigenen Logistikzentrum in Reinfeld unterwegs. Daher können eLKW der Spedition den eHighway während der zweiten Projektphase FESH2 im Pendelbetrieb nutzen. Dabei sollen mehrere eLKW den Streckenabschnitt täglich bis zu 50-mal befahren und die Technik und Abläufe im alltäglichen Verkehr erproben.

Spediteure, die den Autobahnabschnitt zwischen Lübeck und Reinfeld intensiv nutzen und Interesse haben, sich ebenfalls an diesem zukunftsweisenden Projekt zu beteiligen, nehmen gern Kontakt mit uns auf.

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