Feldversuch eHighway Schleswig-Holstein

Hier finden Sie alle Informationen zum Fortschritt der Bauarbeiten.

Informationen zu Baumaßnahmen auf den Autobahnen in Schleswig-Holstein können Sie über die App „Baustellen-SH“ des LBV einsehen.

 

Funktionstests an der Oberleitung | 27.05.2019

Nach vorangegangenen Isolationsmessungen wurde die Oberleitung am Montag den 27.05. im Rahmen von Funktionstests erstmals unter Spannung gesetzt.

Am späten Abend wurde außerdem ein Kurzschlussversuch durchgeführt, bei dem geprüft wurde, ob ein unterwerksferner Kurzschluss korrekt erkannt und abgeschaltet wird. Dazu wurde mit einem externen Trennschalter (s. Bild) der Pluspol der Anlage mit Masterde verbunden. Nach Auskunft der Verantwortlichen der Fa. Siemens war der Versuch soweit erfolgreich.

Allerdings traten einige Probleme in der Anlagenperipherie auf, deren Ursachen nun geprüft werden müssen. Die weiteren Tests der Einzelsysteme wie bspw. der Enteisungsanlage werden daher erst in der Folgewoche durchgeführt. Dann sollen auch erste Beschleifungsfahrten mit einem Oberleitungs-LKW zeigen, ob die Fahrdrähte richtig geführt und gespannt sind.

Unterwerke unter Spannung gesetzt | 24.04.2019

Der für die Energieversorgung der Oberleitungsanlage erforderliche Netzanschluss an die 30kV Ringleitung des Stromnetzbetreibers Schleswig-Holstein Netz AG wurde fertiggestellt. Der Netzanschlusspunkt liegt neben dem ersten Unterwerk an der Anschlussstelle Reinfeld. Von dort verläuft eine erdverlegte Trasse zum Unterwerk 2 in Höhe der Bahnüberführung.

Zunächst wurden in den Unterwerken nur die Eigenbedarfstrafos zugeschaltet, um die Steuerungssysteme in Betrieb nehmen zu können. Erst wenn dies erfolgreich abgeschlossen ist und die Oberleitung fertig montiert ist, werden auch die Traktionstrafos eingeschaltet.

Brückenkonstruktionen | 16.04.2019

Um die Oberleitung unter der Hamburger Straße (B75) in ausreichender Höhe über der Fahrbahn durchzuführen, wurde in der Nacht von Montag auf Dienstag begonnen, eine spezielle Brückenkonstruktion zu installieren. Dabei wurden erste Bauelemente positioniert und die Lage der Bewehrung der Betonbrücke überprüft. Dann wurden die notwendigen Bohrungen und die Verankerung der Bauteile durchgeführt.

Die Arbeiten werden in den kommenden Nächten jeweils zwischen 21.00 und 05.00 Uhr fortgesetzt. Sobald die Brückenkonstruktion in Fahrtrichtung Hamburg installiert ist, folgen die gleichen Arbeiten in der entgegengesetzten Fahrtrichtung. In der kommenden Woche soll dann die Installation im Bereich der Bahnbrücke vorgenommen werden.

Unterwerke | 23.02.2019

Die Errichtung der Unterwerke und des Netzanschlusspunktes konnte Samstagnacht erfolgreich durchgeführt werden. Die Autobahn war dazu in Richtung Hamburg ab dem Kreuz Lübeck bis zur Anschlussstelle Reinfeld gesperrt, in Richtung Lübeck war der Verkehr über die Abfahrt auf die Auffahrt Reinfeld umgeleitet worden. Dadurch konnten ab ca. 20.00 Uhr zwei Kräne in Stellung gebracht werden, die dann die Container und das Betonschalthaus von den Schwerlast-LKW auf die vorbereiteten Fundamente setzten. Ab ca. 01.00 Uhr nachts konnte die Sperrung wieder aufgehoben werden.

Unterwerksvorbereitung | 12.02.2019

Für die containerisierten Gleichrichterunterwerke (GUw) und den Netzanschlusspunkt (NAP) werden die Flächen vorbereitet. Der NAP und das erste Unterwerk  werden in Fahrtrichtung Lübeck an der Autobahnauffahrt Reinfeld, das zweite Unterwerk in Fahrtrichtung Hamburg in Höhe der Bahnüberführung aufgestellt.

Der Netzanschlusspunkt besteht aus einem Betonschalthaus, aus dem die Unterwerke mit Erneuerbarer Energie aus dem öffentlichen 30kV-Stromnetz, das hier von der SH Netz AG betrieben wird, versorgt werden.

Leitplanken | 06.02.2019

Auch die Arbeiten zur Errichtung der Leitplanken haben begonnen. Zwei Kolonnen arbeiten mit Bohr- und Rammgeräten die kommenden Wochen zunächst an der Richtungsfahrbahn Hamburg daran, ein Fahrzeugrückhaltesystem der höchsten Sicherheitsklasse zu installieren, das Verkehr und Infrastruktur voneinander trennen wird.

Fahrdrahtzug | 04.02.2019

Der erste Fahrdraht wurde gezogen.

Am Streckenbeginn hinter dem Lübecker Kreuz wurde heute damit begonnen auch die Fahrdrähte zu installieren, nachdem in der vergangenen Woche schon die Tragseile in dieser Fahrtrichtung (Hamburg) fixiert wurden.

Die massiven Drähte werden von einem Zugfahrzeug von der Trommel gewickelt und von Mitarbeitern auf dem sogenannten Turmwagen unter das Tragseil gehängt. Dazu werden zunächst provisorische "Hänger" genutzt und der Fahrdraht dann gespannt. Die provisorischen Hängerdrähte werden später durch exakt abgehängte Seile ersetzt.

Tragseilzug | 22.01.2019

Nachdem nun in Richtung Hamburg schon etwa ein Drittel der Ausleger hängen, wurden heute in Höhe Wesenberg die ersten beiden Tragseile gezogen.

Die Tragseile sind die Seile, an denen die Fahrdrähte aufgehängt werden. Sie verlaufen dazu später in einem Bogen von Ausleger zu Ausleger, sind max. 1,5km lang und werden an den Enden mittels Gewichten gespannt. Gemeinsam mit Fahrdrähten und Hängern bilden sie die sogenannten Kettenwerke.

Unterwerksbau | 17.01.2019

Bei der Fa. UESA in Brandenburg sind in den letzten Monaten die beiden Unterwerke gebaut worden. Bei einem Ortstermin wurden nur noch wenige offene Restarbeiten festgestellt, d.h. die Anlagen sind weitgehend funktionsbereit und werden demnächst transportfertig gemacht.

Die Unterwerke beinhalten jeweils einen Traforaum und einen Schaltanlagenraum. Zwei Trafos wandeln die 30kV AC Mittelspannung des Stromnetzes auf Niederspannung: 500V AC werden für den Traktionsstrom bereit gestellt, 400V AC für den Eigenbedarf der Anlagen benötigt. Über eine Mittelspannungsschaltanlage können die Trafos einzeln stromlos geschaltet werden.

Der Traktionsstrom wird durch eine Gleichrichtereinheit auf 670V DC geändert, eine Gleichspannungsschaltanlage ermöglicht das Schalten verschiedener Streckenabgänge.

Umfangreiche Steuerungseinrichtungen in den Unterwerken ermöglichen zudem das Überwachen und Fernschalten der Oberleitungsanlage.

Auslegermontage | 16.01.2019

In Fahrtrichtung Hamburg werden die ersten Ausleger installiert.

Die Ausleger werden am Boden mit Kleinteilen wie Hängesäulen und Tragseilaufhängungen vormontiert. Das Einhängen in die Drehgelenke an den Masten und das Spannen der sogenannten Nackenseile erfolgt dann mittels Kran und Hubsteiger.

Masterrichtung | 14.01.2019

Nachdem alle Gründungsarbeiten abgeschlossen werden konnten, sind auch nur noch einige wenige Masten zu errichten.

In Fahrtrichtung Hamburg fehlen nur noch die drei Standorte in der Ausfahrt Reinfeld. Für den nötigen Kraneinsatz muss diese für einige Minuten gesperrt werden, daher werden die Arbeiten vermutlich in der kommenden Woche nachts durchgeführt werden.

In Fahrtrichtung Lübeck wurden vier weitere Maste hinter der Lärmschutzwand in Höhe Wesenberg gestellt, auch hier fehlen nur noch drei Masten.

Kabelbau | 06.12.2018

Seit Ende November werden die Strom - und Datenleitungen verlegt. Die Fa. Stuhr aus Lübeck arbeitet dazu überwiegend mit dem Verfahren des "offenen Graben", für schwer zugängliche Bereiche und Querungen der Straßen kommen hingegen sog. Spülbohrungen zum Einsatz.

Mit dem Horizontalspülbohrverfahren können Kabel über mehrere hundert Meter unterirdisch gezogen werden. Dazu wird mit dem Bohrkopf zunächst eine Pilotbohrung von einer ausgehobenen Startgrube in die Zielgrube vorgenommen. Durch eine spezielle Messtechnik wird der Verlauf der Bohrung überwacht, sodass beispielsweise andere Leitungen nicht beeinträchtigt werden. Anschließend erfolgt beim Rückzug des Bohrgestänges eine Räumung der Bohrung, dabei wird diese auf den benötigten Durchmesser aufgeweitet, um die Leitungen oder Kabelschutzrohre einziehen zu können.

Masterrichtung | ab 19.11.2018

In Fahrtrichtung Hamburg wurden die ersten Masten aufgestellt.

Ein LKW liefert dazu bis zu 16 Maste, die dann mit Hilfe eines Mobilkrans aufgerichtet und in die vorbereiteten Fundamente gehoben werden. Hier werden sie mit Holzkeilen ausgerichtet bevor der Ringraum mit Splitt aufgeschüttet, verdichtet und mit Mörtel vergossen wird.

Mastfertigung | 14.11.2018

Die ersten Tragmasten sind zur Auslieferung bereit. Bei einer Inspektion im Werk des Herstellers wurden letzte Details geklärt. Wöchentliche Lieferungen werden demnach ab der 47. Kalenderwoche auf der Baustelle erwartet.

Die ca. 14 m langen Rohre von 0,5m Durchmesser werden  auf Maß gesägt, mit verschiedenen Anbauteilen verschweißt und anschließend feuerverzinkt. Dabei müssen sie aufgrund ihrer Länge von beiden Enden in das Zinkbecken getaucht werden.

 

Verkehrssicherung Richtung Lübeck | 12.11.2018

Für die anstehenden Bauarbeiten an der Richtungsfahrbahn Lübeck wurde seit Montag die Verkehrssicherung aufgebaut. Da für das Stellen der Trennwand z.T. auch der mittlere Fahrstreifen gesperrt wird, müssen diese Arbeiten nachts durchgeführt werden. Pro Nacht werden rund 1,5 km des rechten Fahrstreifens gesichert.

Pfahlgründungen | 06.11.18

Die Fundamentinstallationen an der Fahrbahn Richtung Hamburg sind abgeschlossen. Mehr als 100 etwa 6m lange Rohre mit Durchmessern von 600-700 mm wurden mittels Vibrations- und Schlagrammen in das Erdreich eingebracht.

Baustelleneinrichtung | 24.10.18

Nach der Einrichtung der Verkehrssicherung konnte Ende Oktober mit den Bauarbeiten begonnen werden. Zunächst wurden die  alten Leitplanken demontiert und die Maststandorte aufgegraben. In den Gruben wurden dann etwaige Hindernisse und die Mastposition gekennzeichnet.

Baufeldvorarbeiten | 16.10.18

Zum Abschluss der Baufeldvorarbeiten wurde im Oktober das Gehölz an den letzten noch nicht geräumten Maststandorten entfernt. Der Eingriff erfolgte jeweils stufenweise und kleinräumig um die geplanten Masten herum und wurde durchgehend von einer Biologin begleitet.

Durch die sog. Umweltbaubegleitung konnte das Gehölz insbesondere auf Hasel- und Fledermausquartiere abgesucht werden. Die dabei gefundenen Haselmausnester waren jedoch bereits verlassen. Damit sind nun alle Maststandorte für die Errichtung der Oberleitungsanlage vorbereitet.

Einmessen und Vorschachten der Maststandorte | 23.07.18

©Powerlines Group GmbH

Im Juli werden an der Strecke die geplanten Maststandorte durch Vermessungsingenieure markiert und anschließend durch ein Tiefbauunternehmen manuelle Suchschachtungen vorgenommen. An insgesamt mehr als 200 Gründungen wird so die Hindernisfreiheit insbesondere im Hinblick auf vorhandene Kabel- und Rohrleitungen überprüft.

Die Arbeiten werden mit einer Wanderbaustelle vom Standstreifen aus durchgeführt, um den Verkehrsfluss in der Reisezeit aufrecht halten zu können.